Das Helix-Piercing gehört zu den beliebtesten Piercings, dank seines dezenten und zugleich trendigen Stils. Da es am Ohrknorpel liegt, braucht es eine längere Abheilungszeit als Lobe-Piercings. Trotzdem machen viele Menschen den Fehler, ihren Schmuck zu früh zu wechseln, was zu Komplikationen wie Infektionen oder anhaltenden Reizungen führen kann.
In diesem Artikel zeigen wir dir, warum Geduld beim Schmuckwechsel so wichtig ist, welche Materialien eine gute Abheilung unterstützen und wie du erkennst, ob dein Piercing bereit für neuen Schmuck ist.
Was ist ein Helix-Piercing?
Das Helix-Piercing liegt am oberen Ohrknorpel und kann in verschiedenen Formen gestochen werden:
- Einfaches Helix: ein einzelnes Piercing an der Knorpelwölbung.
- Doppel- oder Dreifach-Helix: mehrere Piercings in derselben Zone.
- Vorderes Helix (Anti-Helix): am inneren Bereich des Knorpels.
Dieses Piercing bietet eine große Stilvielfalt und lässt sich je nach Vorliebe und Anatomie mit einem Ring oder einem Labret-Stecker tragen.
Der Erstschmuck muss ein Labret-Stecker sein, da Ringe sich leicht drehen und so Reizungen und Entzündungen verursachen können, die die Abheilung verlangsamen.
Welche Materialien eignen sich am besten für dein Helix-Piercing?
Die Wahl des Erstschmucks ist entscheidend für eine gute Abheilung. Ein ungeeignetes Material kann allergische Reaktionen, Reizungen oder Abstoßung verursachen.
Hier die empfohlenen Materialien:
ASTM-F136-Titan (die beste Wahl für dein Helix):
- 100 % biokompatibel, nickelfrei und löst keine Allergien aus.
- Wird auch in der Chirurgie und Implantologie eingesetzt, ideal für eine gute Abheilung.
- Leicht, korrosionsbeständig und läuft nicht an.
14K oder 18K Gold (nicht plattiert):
- Hypoallergen bei hochwertigem Gold (minderwertige Legierungen meiden).
- Langlebig und sehr widerstandsfähig
- Meide 9K Gold oder vergoldeten Schmuck für dein Helix-Piercing, sie enthalten oft Nickel.
Materialien, die du für dein Helix-Piercing meiden solltest:
- Chirurgischer Stahl Typ 304 (enthält Nickel und kann Allergien auslösen).
- Silber (oxidiert und kann Infektionen begünstigen).
- Kunststoff oder Bioflex (nicht glatt genug, um eine gute Abheilung zu unterstützen).
Warum du deinen Piercingschmuck nicht zu früh wechseln solltest
Knorpel braucht länger zum Abheilen als der Lobe. Während ein Lobe-Piercing in 6 bis 8 Wochen abheilt, dauert die vollständige Abheilung eines Helix-Piercings in der Regel 6 bis 9 Monate oder länger.
Wenn du deinen Helix-Piercingschmuck zu früh wechselst, kann das Folgendes verursachen:
- Ein erneutes Öffnen des noch empfindlichen Stichkanals.
- Anhaltende Schwellungen und Rötungen.
- Ein erhöhtes Infektionsrisiko durch das Hantieren und das Einsetzen von nicht sterilem Schmuck.
Weitere Risiken eines zu frühen Wechsels: Hier die wichtigsten Komplikationen, die bei einem zu frühen Schmuckwechsel auftreten können:
- Infektion: Ein noch nicht verheilter Kanal ist anfälliger für Bakterien.
- Keloide und Reizknötchen: eine Entzündungsreaktion durch ein Trauma des Knorpels.
- Verschließen des Kanals: Wird der Schmuck zu früh entfernt, kann sich das Loch schnell wieder schließen.
- Anhaltende Schmerzen und Entzündung: Ein noch „entzündetes" Piercing zu wechseln, verlängert die Abheilung.
Wie lange solltest du warten, bevor du dein Helix-Piercing wechselst?
Die Abheilungsphasen des Helix-Piercings
Die Abheilung verläuft in mehreren Phasen:
- Entzündungsphase (0 bis 2 Monate): Schwellung, Rötung und Empfindlichkeit.
- Stabilisierungsphase (3 bis 6 Monate): Die Schwellung geht zurück, der Kanal beginnt sich zu festigen.
- Phase der vollständigen Abheilung (6 bis 9 Monate oder länger): Der Kanal ist vollständig ausgebildet und stabil.
Woran erkennst du, dass dein Piercing bereit für einen Schmuckwechsel ist?
Bevor du deinen Schmuck wechselst, prüfe folgende Anzeichen:
- Keine Rötung oder Schmerzen mehr.
- Kein Austritt von Lymphflüssigkeit oder Eiter.
- Der Schmuck lässt sich leicht drehen, ohne zu ziehen oder hängenzubleiben.
Vereinbare gerne einen Kontrolltermin bei deinem Piercer, um sicherzugehen, dass dein Piercing wirklich abgeheilt ist.
Welchen Schmuck nach der Abheilung wählen?
Schmuck aus Titan oder 14K/18K Gold wählen
Auch nach der Abheilung solltest du auf hochwertige Materialien setzen:
- ASTM-F136-Titan: immer eine sichere Wahl, leicht und widerstandsfähig.
- Massives 14K/18K Gold: für einen eleganten Look und eine hervorragende Hautverträglichkeit.
Ring oder Labret: Was ist die bessere Wahl?
Das Labret mit seiner geraden Stange wird für den Erstschmuck dringend empfohlen, da es Bewegung begrenzt und so das Risiko von Reizungen und Entzündungen verringert. Ein Labret-Stecker lässt sich auch nach der Abheilung problemlos weitertragen. Bei Obsidian Piercing findest du trendigen Schmuck für jeden Stil!
Ein Ring sollte hingegen erst getragen werden, wenn das Helix-Piercing vollständig abgeheilt ist, da er zusätzlichen Druck auf den Knorpel ausübt und die Abheilung verlangsamen kann, wenn er zu früh getragen wird.
Ein zu früher Schmuckwechsel kann die Abheilung verzögern und Komplikationen verursachen. Nimm dir die Zeit, die dein Piercing zum Abheilen braucht, und wähle passenden Schmuck! Entdecke unsere Kollektion an Schmuck aus ASTM-F136-Titan und 14K/18K Gold und finde das perfekte Schmuckstück für dein Helix-Piercing!












